Das 24-Stunden-Schwimmen feierte Jubiläum
Das Video zur Berichterstattung im PunktUm-Fernsehen finden Sie hier.
Zum 30. Mal fand vom 16. bis 17. August das 24-Stunden-Schwimmen im Stadtbad Querfurt statt. Aufgrund des Jubiläums wurde natürlich besonders gefeiert. Die Festtage begannen bereits am Donnerstag mit einem After Work im Stadtbad. Dieses neue Veranstaltungsformat, das bereits vor dem Weihnachtszauber und vor dem Weinbergfest stattfand, richtet sich, wie der Name sagt, an Personen, die „nach der Arbeit“ den Feierabend einläuten wollen. Ab 16 Uhr hatten die interessierten Gäste die Möglichkeit, bei einem kühlen Getränk das Tanzbein zu schwingen oder sich einfach nur mit Bekannten auszutauschen.
Mehr als 300 Gäste folgten der Einladung und verbrachten einen lauen Sommerabend im Stadtbad. Ein After Work endet pünktlich um 22:00 Uhr, denn am nächsten Tag müssen ja alle wieder früh raus. So leerte sich auch das Stadtbad an diesem Abend schnell, füllte sich aber am darauffolgenden Abend gleich wieder. Auch zum Sommerkino am Freitagabend durften Schwimmmeister Olaf Tobisch und sein Team etwa 300 Zuschauer begrüßen. Trotz angesagter Gewitterwarnung blieb es trocken und so konnten die Gäste den Film „Hai-Alarm am Müggelsee“ genießen.
Am Samstag wurde dann das Jubiläum im Stadtbad zelebriert. Pünktlich um 13:45 Uhr startete der Querfurter Fanfarenzug begleitet von Bürgermeister Andreas Nette, Schwimmmeister Olaf Tobisch und der Startschwimmerin Martha Bolkart-Mühlrath in Richtung Schwimmbecken. Die Startschwimmerin des Jubiläums-Schwimmens ist die 2. Bürgermeisterin der Stadt Karlstadt, die in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum feiert.
Die Partnerstadt von Querfurt wurde vor genau 825 Jahren von Konrad von Querfurt gegründet. Ein guter Grund, die Partnerschaft der beiden Städte nochmals hervorzuheben. Nachdem Martha Bolkart-Mühlrath ins Wasser gegangen war, warteten alle auf den Countdown, der in diesem Jahr in Form eines kleinen Einspielers vom Band kam. Hintergrund war, dass Querno, das Maskottchen der Querne-Party, sich nach langer Zeit wieder einmal zu Wort meldete. Der Frosch, der vielen älteren Querfurtern noch bekannt ist, ließ jedoch offen, ob er im nächsten Jahr wirklich zu einer Neuauflage der Querne-Party einladen wird. Die Querfurter dürfen gespannt sein.
Auf die Sekunde pünktlich startete dann die 2. Bürgermeisterin von Karlstadt das 30. 24-Stunden-Schwimmen. Abgelöst wurde sie von Sven Czekalla, dem CDU-Landtagsabgeordneten, der den Wahlkreis Merseburg vertritt und als Landratskandidat für die Landratswahl im kommenden Juni antritt.
Nach ihm wechselten sich die Mitglieder der Stadtratsstaffel ab, bevor einige Ortsbürgermeister an den Start gingen, die wiederum von Mitgliedern des Lions-Club und dann weiteren Vereinen abgelöst wurden. In jedem Jahr schafft es Olaf Tobisch, den Plan für die Besetzung der Bahn über 24 Stunden zu füllen. Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, dass die Schwimmer schnell oder viel schwimmen, sondern es sollen möglichst viele Akteure innerhalb der 24 Stunden im Wasser gewesen sein. In diesem Jahr haben sich ganze 254 Starter ins Wasser getraut. Insgesamt wurden 44.000 Meter in 24 Stunden zurückgelegt. Dabei war die jüngste Teilnehmerin Carli Maeve El-Amrani gerade einmal vier Jahre alt. Der älteste Teilnehmer, Bernhard Schneider, war ganze 80 Jahre älter.
Traditionell werden am Ende des 24-Stunden-Schwimmens die Personen honoriert, die auf 100 Metern Brust, getrennt nach männlich und weibliche, die schnellsten Zeiten geschwommen sind. Dies waren in diesem Jahr in der Altersklasse I Lina Meißner und Peer Jesper, in der Altersklasse II Jessica Lautenschläger und Marten Krause, in der Altersklasse III Lydia El-Amrani und Martin Rolle, in der Altersklasse IV Ines Möckl und Janko Rößler sowie in der Altersklasse V Elisabeth Pohl und Uwe Meißner.
Aber eine Jubiläumsveranstaltung hat natürlich nicht nur After Work und Sommerkino zu bieten. Auch rund um das Schwimmen selbst hatte sich das Stadtbad-Team einige Höhepunkte ausgedacht. So startete um 15:00 Uhr die Spaßstaffel. Hierbei mussten Mannschaften verschiedene Lose ziehen, die ihnen die Art vorgaben, wie die Bahnen zu schwimmen waren. Beispielsweise mit dem Hai oder dem Regenschirm, mit einem Becher Wasser oder Nudeln. Die Teilnehmer hatten viel Spaß und zum Schluss wurden die Oldie-Rettungsschwimmer vor dem TSV´ 90 und den jungen Rettungsschwimmern für die gute Platzierung geehrt.
Im Anschluss an den Beginn der Spaßstaffel eröffnete Bürgermeister Andreas Nette gemeinsam mit Schwimmmeister Olaf Tobisch und Sven Czekalla das Volleyball-Turnier. Dieses Turnier hat tatsächlich mittlerweile Tradition, da es schon seit vielen Jahren im Rahmen des 24-Stunden-Schwimmens stattfindet. Bei diesem Turnier hatte am Ende des Tages der TSV´90 die Nase vorn. Auf Platz zwei und drei folgten der Gatterstädter SV und der KSV Lützkendorf 1948.
Ein weiteres Turnier, das zur Feier des Tages stattfand, war das Dart-Turnier. Der Dartverein „Prellböcke Querfurt“ luden die Besucher des Stadtbades ein, sich in Mannschaften oder als Einzelpersonen im Dart zu versuchen. Hier wurde Lara Donath als Einzelperson ausgezeichnet. Bei den zusammengewürfelten Mannschaften gewannen „Die Hordkinger“ vor den „Terassenmäusen“.
Damit all die fleißigen Sportler und Zuschauer nicht hungrig blieben, hatten die Dauerschwimmer zum Kuchenbasar geladen. Ein großes Kuchenbuffet lud zum Schlemmen ein. Die Einnahmen und Spenden dieser Festtage wurden gesammelt und werden für eine neue große Uhr im Stadtbad verwendet. Als hätte die alte Uhr die Bestrebungen der Aktiven unter ihr mitbekommen, blieb sie am Sonntagmittag kurz vor ein Uhr stehen. Nun ist es tatsächlich „Zeit“ für eine Neue!
Zum Abschluss des 30. 24-Stunden-Schwimmens wurde noch ein Mann geehrt, ohne den nicht nur das 24-Stunden-Schwimmen wohl nicht existieren würde, sondern ohne den auch das Stadtbad nicht das Stadtbad wäre. Bürgermeister Andreas Nette überreichte Schwimmmeister Olaf Tobisch eine kleine Plakette und sagte: „Die Arbeit, die Olaf Tobisch in ´sein´ Bad steckt, kann man eigentlich nicht genug würdigen, daher ist diese Plakette auch nur eine symbolische Geste, einfach mal zu sagen ´Vielen Dank, Olaf´.“
Die Fotos zum Jubiläumswochenende finden Sie im Foto-Album.
