Feuerwehrverein Gatterstädt e.V.
06268 Querfurt OT Gatterstädt
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Aktuelle Meldungen
Eisflächen betreten verboten!
Das Betreten von Eisflächen auf dem Gebiet der Stadt Querfurt ist verboten!
Der Stadtwehrleiter fordert alle Bewohner und Besucher auf, die Eisflächen nicht zu betreten. "Die Eisflächen sind nicht ausreichend zugefroren. Beim Betreten der Flächen besteht Lebensgefahr. Zum Schutz der Bevölkerung müssen wir daher das Betreten der Eisflächen grundsätzlich verbieten."

Foto: Eisflächen betreten verboten!
Jahreshauptversammlung der Stadtfeuerwehr Querfurt
Am 10. Januar fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Stadtfeuerwehr Querfurt statt. Zum bereits elften Mal trafen sich die Mitglieder der einzelnen Ortswehren, um sich über Aktuelles informieren zu lassen und über Interessantes auszutauschen.
So ist es Tradition, dass der oberste Feuerwehrmann des Saalekreises, Kreisbrandmeister Markus Heller, ebenso wie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Saalekreis, Dr. Björn Weber, über die aktuellen Themen von Landes- und Landkreisebene informieren.
Erstmals konnte Bürgermeister Andreas Nette, der in jedem Jahr Gastgeber ist, neben den Ortswehrleitern, deren Stellvertretern und dem Stadtwehrleiter Enrico Zeugner auch die neugewählten Stellvertreter des Stadtwehrleiters begrüßen. Markus Voigt, der den Stadtwehrleiter im Bereich Personal unterstützen soll, Olli Weber, dessen Fokus vor allem auf der Technik liegt und Kevin Thiele, der sich speziell um die EDV und den Digitalfunk kümmern wird.
Gleich zu Anfang bedankte sich der Bürgermeister bei all jenen die an der Vorbereitung und Durchführung der Jahreshauptversammlung beteiligt waren. Einen besonderen Dank sprach er in diesem Jahr an die Thaldorfer Pfingstburschen um den Brunnenherren Dietrich Lehmann aus, die sich an diesem Abend für den Getränkeausschank bereiterklärt hatten.
In bewährter Art und Weise nahm Andreas Nette zunächst aus Sicht der Verwaltung einen Rückblick auf das Jahr 2025 vor, verbunden mit einem kleinen Ausblick in die kurz- und mittelfristige Planung die Feuerwehren betreffend.
Mit Blick auf die Investitionstätigkeit stand im Jahr 2025 ganz klar die Löschwassergrundsicherung im Mittelpunkt. In Grockstädt und in Vitzenburg konnte jeweils eine unterirdische Zisterne fertiggestellt werden und in Zingst und am Finkenweg in Ziegelroda wurden zwei Löschwasserkissen errichtet. Damit konnte die Löschwassergrundsicherung in gleich vier Ortsteilen hergestellt werden.
Diese Investitionen waren nur möglich mit Unterstützung. Die beiden Zisternen wurden mit Hilfe von EU-Mitteln von insgesamt rund 135.000 € finanziert bei Gesamtkosten von 308.100 €. Bei den beiden Löschwasserkissen von Ziegelroda und Zingst beschränkten sich die Auszahlungen auf die Herstellung des Untergrundes und die Zaunanlagen. Hierfür wurden von der Stadt insgesamt rund 100.000 € aufgewandt. Die eigentlichen Behälter hat die MIDEWA zur Verfügung gestellt. Dies konnte im Rahmen des Neuabschlusses des Trinkwasserkonzessionsvertrages mit der MIDEWA ausgehandelt werden. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Bürgermeister bei der MIDEWA für die stets gute Zusammenarbeit, was sich immer wieder im Tagesgeschäft bestätigt, beispielsweise bei der Befüllung des Bornteichs in Ziegelroda und ganz besonders bei diesen beiden Investitionen.
Bezüglich des Behälters von Zingst lobte Andreas Nette die Unterstützung der Ortswehren untereinander, die im Pendelverkehr den Behälter in kürzester Zeit gefüllt hatten.
Was die Löschwassergrundsicherung im kurz- und mittelfristigen Planungszeitraum angeht, ist zunächst eine unterirdische Zisterne im Jahr 2027 für Spielberg vorgesehen. Hierfür muss in diesem Jahr die entsprechende Förderung beantragt werden. In der weiteren Perspektive ist ebenfalls eine unterirdische Zisterne für den Ortsteil Oberschmon vorgesehen.
Im Jahr 2025 wurde auch die Fahrzeugbeschaffung kontinuierlich fortgesetzt. Nachdem Ende 2024 das neue HLF 20 für die Feuerwehr in Querfurt in Dienst gestellt wurde, konnte am 30.04. im feierlichen Rahmen und im Beisein von Staatssekretär Zimmermann das neue TLF 3000 für die Feuerwehr Oberschmon, das in Slowenien produziert wurde, übergeben werden. Diese Investition belief sich auf rund 490.000 € und damit etwa 130.000 € mehr als ursprünglich geplant. Der Stadtrat hatte bereits 2023 für diese Mehrauszahlung, ebenso wie für das HLF 20 aus Querfurt, einen Nachtragshaushalt beschlossen, um die Finanzierung der Beschaffungen zu sichern. Ein gutes Beispiel dafür, dass die Feuerwehr im Querfurter Stadtrat die oberste Priorität einnimmt. Eine Tatsache, die nicht in jeder Kommune selbstverständlich ist. Weshalb der Bürgermeister an dieser Stelle einen großen Dank an den Querfurter Stadtrat aussprach. Gerade am Beispiel Brand- und Bevölkerungsschutz zeigt der Stadtrat, dass er sich seiner Verantwortung bewusst ist.
Die Rundumerneuerung des TLF 16/25 ist ein Paradebeispiel wie Ehrenamt gelebt werden kann. In stundenlanger Arbeit haben die Kameraden der Feuerwehr Ziegelroda ihr neues Fahrzeug generalüberholt. Die Übergabe im September war daher umso emotionaler. Bereits letztes Jahr wurde ein Toyota Hilux für 40.000 € beschafft, der für die Feuerwehr Ziegelroda in diesem Jahr als Erkundungs- und Erstangriffsfahrzeug im Szenario des Vegetationsbrandes umgerüstet wird.
Im Jahr 2027 steht die Auslieferung des TLF 3000 für die Feuerwehr Spielberg an. Der entsprechende Fördermittelbescheid i.H.v. 175.000 € liegt vor und die notwendigen Haushaltsmittel sind mit 500.000 € eingeplant.
Durch die Installation einer zweiten Sirene in Querfurt auf dem Bauhofgelände hat Querfurt auch beim Thema Alarmierung der Bevölkerung nachgelegt. Diese Beschaffung belief sich auf rund 38.000 €. Die Hälfte davon konnte ebenfalls über eine Förderung des Landes finanziert werden. Weitere Sirenen in Querfurt sind im Bereich Nemsdorfer Weg, Fichtensiedlung, Johannes-Schlaf-Straße und Loderslebener Straße vorgesehen.
Für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalls oder auch für sonstige Großschadensereignisse wurden sieben Notstromerzeuger angeschafft. In diesem Jahr kommen noch Heizgebläse hinzu. In einem solchen Fall wird zukünftig die örtliche Einsatzleitung im Rathaus eingerichtet. Die notwendigen Voraussetzungen hierfür werden derzeit geschaffen.
Zum Schutz der Einsatzkräfte, hauptsächlich der erstvorgehenden Kräfte, wurden Ende des letzten Jahres für alle Ortswehren Kohlenmonoxid-Warner (CO-Warner) beschafft.
Alles in allem hat die Stadt Querfurt im Jahr 2025 im Bereich Brand- und Bevölkerungsschutz bzw. Katastrophenschutz Projekte im Wert von fast einer Millionen Euro umgesetzt. Damit nimmt die Feuerwehr gleich, nach Investitionen in die Infrastruktur, den zweiten Platz im Haushalt der Stadt Querfurt ein. Hinzu kommen die Aufwendungen für den laufenden Betrieb. Diese beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 770.000 €.
Neben der Fortführung der Löschwassergrundsicherung auf den Ortsteilen, der Verdichtung des Alarmierungsnetzes durch weitere Sirenen oder der Fahrzeugbeschaffungen wird mittelfristig das Thema Feuerwehrgerätehäuser einen Schwerpunkt einnehmen.
Für das neue TLF 3000 ist ein Anbau an das Feuerwehrhaus in Spielberg notwendig und in Vorbereitung von neuer Fahrzeugtechnik für die Feuerwehr Weißenschirmbach sind Umbauten und Sanierungsarbeiten am dortigen Feuerwehrdepot nötig. Die entsprechenden Planungen hierfür sind angeschoben und es ist vorgesehen, noch in diesem Jahr die notwendigen Fördermittel beim Land zu beantragen.
Eine Grundsatzentscheidung ist für das Feuerwehrhaus Querfurt zu treffen. Eine erste Kostenschätzung für eine bedarfsgerechte und regelkonforme Sanierung belief sich auf rund drei Millionen Euro. Ein Anlass dafür neue Ideen zu entwickeln und sogar grundsätzlich umzudenken. Daher prüft die Stadtverwaltung derzeit die Möglichkeiten für einen Neubau. Sollte sich diese Option realistisch darstellen lassen, gerade mit einer entsprechenden finanziellen Unterstützung durch das Land, ohne die es nicht geht, wird der Stadtrat, in Abwägung aller wichtigen Faktoren, zu entscheiden haben, ob die Sanierung des vorhandenen Standortes vorgenommen wird oder ein Neubau im Haushalt eingeplant werden soll. Egal welche Variante letztlich in Betracht kommt, es stehen damit außerordentliche finanzielle Herausforderungen für die Stadt im Raum, was bedeutet, dass für mindestens zwei Jahre keine weiteren größeren Investitionen, egal in welchem Bereich oder auch an welchem Ort, vorgenommen werden können. „Ich glaube, das ist vertretbar, weil wir mit einem sanierten oder auch einem neugebauten Feuerwehrhaus in Querfurt als Schwerpunkt Feuerwehr im westlichen Saalekreis und darüber hinaus alle einen Mehrwert davon haben werden“, schloss der Bürgermeister seinen Blick auf die Investitionen und fuhr fort: „Alle Investitionen, alle Aufwendungen machen natürlich nur Sinn wenn sie nachhaltig sind, vor allem dadurch, dass auch die entsprechende Manpower dahinter steht. Und das ist der Fall. Mit Blick auf die Mitgliederzahlen der letzten Jahre kann konstatiert werden, dass diese, gerade was den Einsatzdienst angeht, stabil sind. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehrabteilungen haben wieder Zuwachs.“
In diesem Zusammenhang gratulierte der Bürgermeister Anja Voigt zur Wahl als neue Stadtjugendwartin und Daniel Leßmann als deren Stellvertreter und betonte, dass damit als zentrale Ansprechpartner, eine Struktur geschaffen wurde, durch welche die Nachwuchsarbeit zusätzliche Unterstützung erfahren wird.
Einen Dank richtete Andreas Nette auch an die Vertreter der Feuerwehrvereine. Sie sind eine wichtige zusätzliche Stütze, gerade was die Ausrichtungen für Veranstaltungen angeht, insbesondere mit Blick auf die Jubiläen und damit für die Öffentlichkeit der Ortsfeuerwehren und generieren in ihrer Arbeit auch zusätzliche finanzielle Mittel.
Abschließend ging der Bürgermeister auf die Einsätze ein. Insgesamt sind die Querfurter Wehren zu 295 Einsätzen bei 165 Ereignissen ausgerückt. 17 davon waren überörtlich. Dabei wurden 2.965 Einsatzstunden geleistet. Beeindruckende Zahlen, denn sie vermitteln vor allem eines: Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren leben das wichtigste Ehrenamt dieser Stadt. Sie stellen ihre Freizeit, ihr Wissen und auch ihre Gesundheit in den Dienst des Gemeinwohles, für alle Bürgerinnen und Bürger. Auf sie ist Verlass und deswegen sind diese Investitionen und Aufwendungen auch gerechtfertigt oder auch die kleineren Dinge, die aber auch wichtig sind, wie die Zahlungen zur Feuerwehrrente oder auch der freie Eintritt ins Querfurter Stadtbad.
„Das Jahr 2025 hat wieder einmal gezeigt, alle 11 Ortsfeuerwehren bilden wahrlich eine Stadtfeuerwehr“, schloss Andreas Nette seinen Bericht.
Im Anschluss an den Bericht des Bürgermeisters informiert auch der Stadtwehrleiter die Kameradinnen und Kameraden über verschiedene Neuerungen, über Weiterbildungen und Kontrollen, die durchgeführt werden müssen. Auch einige Wehrleiter berichteten aus Ihren Bereichen. Zahlreiche Veranstaltungen, Einsätze und Übungen wurden so dem breiten Fachpublikum präsentiert.
Höhepunkt der Jahreshauptversammlung sind in jedem Jahr die Beförderungen, Ernennungen und Berufungen. In diesem Jahr durfte Bürgermeister Andreas Nette den nachfolgenden Kameradinnen und Kameraden Urkunden überreichen:
Berufungen zur Truppfrau bzw. zum Truppmann:
Suzann Trillhase, Kim-Lucas Heyder, Toni Jakob, Fabian Höchersteiger, Ron Krause, Gerrit Schmeißer
Berufung zur Truppführerin bzw. zum Truppführer:
Sarah Elis, Thomas Franke, Kevin Eley, Robby Beier
Berufung zur Maschinistin bzw. zum Maschinisten:
Anja Voigt, Manuel Allritz, Paul Siebeck, Steffen Schröter, Manuel Beier, Tobias Schäbe, Robin Walloch
Berufung zur Drehleitermaschinistin:
Anja Voigt
Berufung zum Gruppenführer:
Daniel Leßmann
Berufung zum Zugführer:
David Seidenfaden
Beförderungen zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann:
Vivien Rolf, Suzann Trillhase, Sabrina Martini, Davon Franke, Ricardo Müller, Dirk Beckert, Adrian Montag, Damian Martini, David Martini, Philipp Amanat, Fabian Höchersteiger, Ron Krause, Gerrit Schmeißer, Toni Jakob, Wolgang Reichel, Lukas Kräßner
Beförderung zur Oberfeuerwehrfrau bzw. zum Oberfeuerwehrmann:
Sophie Weber, Jana Leubner, Marcel John, Thomas Franke, Robby Beier, Kevin Eley
Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau bzw. zum Hauptfeuerwehrmann:
Sarah Elis, Luca-Janik Stroisch, Olaf Philipp, André Schmeißel, Manuel Beier, Heiko Matthay, Stephan Arndt, Oliver Lofing, Hendrik Czeszewski
Beförderung zur 1. Hauptfeuerwehrfrau bzw. zum 1. Hauptfeuerwehrmann:
Cindy Kertscher, Florian Weihmann,
Beförderung zum Löschmeister:
Daniel Leßmann
Beförderung zum Oberlöschmeister:
Michael Bähler, Tobias Weber
Beförderung zum Brandmeister:
Sven Junghans
Beförderung zum Oberbrandmeister:
Kevin Thiele
Beförderung zum Hauptbrandmeister:
Uwe Mähne
Ehrungen für langjährige Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr
10 Jahre: Sarah Elis, Stephan Arndt
20 Jahre: Maik Lange, René Krause
30 Jahre: Gernot Beßler, Michael Hentschel, Michael Schröter, Karsten Damm, Oliver Weber
40 Jahre: Ina Thiele, Frank Gabler
50 Jahre: Gerald Damm, Michael Braasch
60 Jahre: Hilmar Anders

Foto: Jahreshauptversammlung der Stadtfeuerwehr Querfurt