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2020 – ein schwieriges Jahr!

Sehr geehrte Querfurterinnen,
sehr geehrte Querfurter,


das Jahr 2020 – rückblickend wird es wohl einen besonderen Platz in der Geschichte einnehmen. Man hat den Eindruck, dass 2020 nur von schlechten Nachrichten und Problemen bestimmt war. Der Anschlag von Hanau, die Querelen um die Landtagswahl in Thüringen, das Flüchtlingsdrama auf der Insel Moria, der Streit zwischen der Türkei und Griechenland um Gasvorkommen im Mittelmeer, die anhaltenden negativen Folgen der Klimaerwärmung wie Dürre und Trockenheit, der Konflikt um die Provinz Bergkarabach in Aserbeidschan, die Waldbrände in Kalifornien, die Blockadehaltung von Polen und Ungarn bei der Beschlussfassung des kommenden EU- Haushaltes usw. usw. und natürlich das Corona-Virus, das uns nach wie vor mit all seinen Folgen fest im Griff hat. Für Querfurt wird der Mord am kleinen Tim in trauriger Erinnerung bleiben.

 

Auch die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren in unserer Stadt. Das Vereinsleben ist durch die Schließung der Sportstätten und Vereinshäuser sowie die Absage von Veranstaltungen lahm gelegt. Vor allem aber sind unsere Querfurter Einzelhändler und insbesondere unsere Gastronomen außerordentlich von der Krise betroffen. Sie alle verdienen unsere Solidarität und Unterstützung. Das Motto „Kauft in unserer Innenstadt, damit sie einen Zukunft hat!“ ist aktueller denn je und sollte für uns alle Aufruf sein und beherzigt werden!


Bei all diesen Dingen fällt es schwer den Blick für das Positive zu behalten. Sicher könnte man den Wahlausgang in den USA dazu zählen. Wir werden sehen! Blickt man auf Querfurt und seine Ortsteile gibt es im Jahr 2020 Einiges, das im positiven Sinne Erwähnung verdient.


Vieles davon war nur möglich, aufgrund der konstruktiven, sachlichen und zielorientierten Arbeit im Stadtrat. Hier wird sich nicht in politischen Debatten verloren, sondern im Interesse der Stadt und der Menschen, die hier leben, entschieden. Das wurde gerade unter den ersten Anzeichen der Corona-Pandemie deutlich, als es galt, wichtige Entscheidungen, wie den Nachtragshaushalt zu bestätigen. Durch die Anwesenheit bei den Ausschuss- und Stadtratssitzungen zeigte man Verantwortung für sein Ehrenamt und die Stadt. Anders als in anderen Kommunen des Landkreises war so die Beschlussfähigkeit des Gremiums immer gegeben. Dafür möchte ich mich bei allen Stadträtinnen und Stadträten bedanken. Wenn wir weiter in dieser Form agieren, können wir in dieser Wahlperiode noch viel Gutes bewirken!


Gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern und den Ortschaftsräten. Die daraus an mich und meine Mitarbeiter herangetragenen Hinweise dienen mehrheitlich der Verbesserung der Verhältnisse auf den Ortsteilen. Gerade im Hinblick auf Investitionen gibt es keine Neiddebatte unter den Ortschaften, sondern es besteht die Einsicht, dass bei klammen Kassen jeder einmal dran sein muss. Danke also an alle Ortsbürgermeister und Ortschaftsräte für eine positive Zusammenarbeit, die ihresgleichen sucht!


Gerade aus den Ortsteilen kommt oft die Kritik, dass sie im Hinblick auf Investitionen vergessen würden und sich dort nichts täte. Im Jahr 2020 konnten wir hierzu viele Zeichen setzen, wie die Brückenneubauten in Grockstädt und Spielberg sowie die Erneuerung der dortigen Buswendeschleife, das neue Brückengeländer in Pretitz, die Sanierungsarbeiten an den Teichen in Landgrafroda, die Erneuerung des Daches des Vereinshauses Oberschmon, die Fortsetzung der abwasserseitigen Erschließung von Gatterstädt mit der Sanierung der dortigen Mühlenstraße, die Sanierung der Gehwege in der Dorfstraße von Weißenschirmbach, die Reparatur des Gehweges entlang der Feuerwehr in Lodersleben und die grundhafte Erneuerung der Fahrbahn in der Siebenhitze in Leimbach sowie der Ersatzneubau des Feuerwehrhauses für die dortige Feuerwehr. In Vitzenburg konnten wir die neue Sirene für den Ort ein Jahr vorziehen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lodersleben können sich Anfang kommenden Jahres über ein neues Fahrzeug freuen, dass bereits geliefert ist und nun ausgestattet wird. Ende 2021 wird das neue Tanklöschfahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung für die Freiwillige Feuerwehr Querfurt geliefert, welches unsere technische Einsatzbereitschaft gerade im Hinblick auf die großen Waldflächen im Gemeindegebiet und die anhaltenden Trockensommer deutlich verbessern wird.


Einmal beim Thema Feuerwehr angekommen, möchte ich auch allen Kameradinnen und Kameraden, ob in den Einsatzabteilungen, Altersabteilungen oder bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren, für ihr Engagement in diesem Jahr recht herzlich danken. Bei über 100 Einsätzen wurde Hilfe geleistet, unterstützt und vielleicht Schlimmeres verhindert. Danke auch im Namen des Querfurter Stadtrates. Wir stehen hinter Euch!


In der Kernstadt haben wir mit der Erneuerung der Gehwege in der Sitzenstraße und Hinterm Wehr sowie mit der Fahrbahn und dem Abwasserkanal des Waldweges ebenfalls drei lang erwartete Infrastrukturprojekte umgesetzt und mit dem Baubeginn des neuen REWE Marktes wird durch die Errichtung des neuen Busbahnhofes und die Schaffung eines neuen innerstädtischen Parkplatzes auf zwei Brachflächen eine weitere nachhaltige Aufwertung der Innenstadt verbunden sein. Ein anderes Leuchtturmprojekt beginnt Mitte kommenden Jahres. Die Sanierung des Freimarktes einschließlich der dort befindlichen Nebenstraßen. Mit über drei Millionen Euro Investitionsvolumen zählt dieses Bauprojekt zu einer der größten Infrastrukturmaßnahmen in Querfurt seit der politischen Wende. Aber auch im Paul-Straube-Park konnten wir in Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Hilfe, hinsichtlich des Pflegezustandes weitere positive Zeichen setzen. Hier werden wir dran bleiben, damit er wieder ein ansprechender Ort zum Verweilen sein kann. Auch die Parks auf den Ortsteilen sind nicht vergessen. Hier wurden erste Arbeiten in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Rahmen der Gefahrenabwehr durchgeführt. Im kommenden Jahr werden wir auch dort weiter aktiv sein. Der finanzielle Aufwand hierfür bedingt allerdings ein schrittweises Vorgehen.


Gerade, was die Verschönerung unserer Orte betrifft, ist auch unter Corona das Engagement von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen nicht abgerissen. Wir konnten uns über mehr als 50 Baumspenden und 10 neue Bänke zum Verweilen freuen. Besonders hervorzuheben sind eine Spende von 10.000,00 € einer Privatperson aus den alten Bundesländern für den Querfurter Friedhof sowie die neue Beschallungsanlage für das Querfurter Stadtbad, die von der TEHA-Group zur Verfügung gestellt wurde. Nicht unerwähnt lassen, möchte ich die Schaffung von neuen Wohnbauflächen, beispielsweise durch die Wohnungsbaugenossenschaft am Mägdegrund oder durch private Investoren am Waldweg in Querfurt, die sich einer sehr guten Nachfrage erfreuen und nachweislich für Zuzug sorgen. Dieser ist ein fundamentaler Bestandteil, um eine der größten Herausforderungen vor der Querfurt steht, dem demographischen Wandel, nachhaltig zu begegnen. Diese Bereitschaft sich für Querfurt zu engagieren, sich im Großen und Kleinen, ob ehrenamtlich oder betrieblich einzubringen und somit Stadt und Ortsteile vorwärts zu bringen, z.T. auch ohne eine Gegenleistung zu erwarten, ist eine Qualität, die uns in besonderem Maße auszeichnet. Vielen Dank dafür!


Das wurde auch vom Bundesbeauftragten für die neuen Länder im Wettbewerb „Machen 2020“ erkannt. Querfurt belegte mit seinem Projekt „Von Ost, von West, von Querfurt“ den ersten Platz und erhält hierfür 15.000,00 €. Damit wird ein Partnerschaftstreffen im Sommer im Querfurter Stadtbad organisiert. Jugendliche aus unseren beiden Partnerstädten, Giżycko und Karlstadt, und natürlich aus Querfurt werden dabei aufeinander treffen und sich austauschen. Es gab aber noch einen weiteren Wettbewerb, bei welchem Querfurt in diesem Jahr punkten konnte. Mit dem Projekt zur Schaffung von mehr Blühwiesen, „Querfurt blüht auf!“, konnten 25.000,00 € in Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland aus dem Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ eingeworben werden.


Auch die Haushaltslage der Stadt hat sich 2020 weiter verbessert. Durch den Erhalt einer Bedarfszuweisung des Landes in Höhe von 1,4 Millionen Euro konnte unser Kassenkredit entlastet und somit die Handlungsfähigkeit der Stadt weiter verbessert werden.


Es gibt also eine ganze Menge an Positivem, das man für Querfurt und seine Ortsteile im Jahr 2020 hervorheben kann. Auch für 2021 Jahr steht Einiges an. Im Haushalt sind 4,8 Millionen Euro an Investitionen geplant, soviel wie schon lange nicht mehr. Hier wollen wir, die günstige Zinslage am Finanzmarkt und fast drei Millionen Euro Fördermittel nutzend, allein über drei Millionen Euro davon in unsere Infrastruktur investieren, um dem Sanierungsstau weiter zu begegnen. Der Freimarkt wurde bereits genannt, beispielhaft für die Ortsteile sind die komplette Sanierung der Osterhäuser Straße in Gatterstädt, Gehwege in der Straße der Einheit in Niederschmon, die Stützmauer in der Straße des Friedens in Lodersleben, die Stützmauer in der Dorfstraße in Leimbach, die Fahrbahn in der Schulstraße in Ziegelroda sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlagen in Landgrafroda und auf dem Trümpelberg in Lodersleben zu nennen. Auch in Querfurt Süd wird sich die Stadt zukünftig stärker engagieren. In einem ersten Schritt wird die Gehweganlage am Birkenweg erneuert. Zur Gewährleistung der Löschwassergrundsicherung wird im Ortsteil Grockstädt eine Löschwasserzisterne errichtet. In der Philipp-Müller-Schule werden im Dachgeschoss neue Klassenräume entstehen und unter der Voraussetzung der Gewährung von Fördermitteln soll die Fassade der dortigen Turnhalle erneuert und die Turnhalle Lodersleben durch den Einbau neuer Fenster energetisch aufgewertet werden. Es geht also in Stadt und Ortsteilen weiter vorwärts!


Ein unbekannter Verfasser hat einmal gesagt: „Vergiss den Schmerz von gestern, genieße das Geschenk von heute und bleibe optimistisch für morgen!“


Lassen Sie für uns dieses Zitat als Leitspruch gelten, um den kommenden Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen. Wir werden Sie meistern, wenn wir einig sind und in Solidarität bei allen Krisen und Probleme zusammenstehen!


Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest, das in diesem Jahr sicher ganz besonders ausfallen wird. Kommen Sie zur Ruhe im Kreise Ihrer Familie und schöpfen Sie Kraft! Allen Kranken wünsche ich baldige Genesung und uns allen die besagte Zuversicht für die kommenden Herausforderungen im Jahr 2021!


Herzlichst
Ihr
Andreas Nette
Bürgermeister

 

 

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