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Georg Muche 1895 - 1987

Gedenktafel am Geburtshaus Georg Muches

Georg Muche wurde am 08. Mai 1895 in Querfurt geboren. Seine Jugend verbrachte er in der Röhn und studierte in Berlin und München, wo er Herwarth Walden kennenlernte, in dessen Galerie und Kunstschule er seine frühen Werke ausstellte und dort lehrte. Im Jahr 1920 wurde Georg Muche an das Bauhaus nach Weimar berufen. Dort war er Leiter der Weberei. Sieben Jahre später ereilte ihn der Ruf an die private Kunstschule Johannes Ittens nach Berlin.

 

Dem folgte eine Professur an der Universität Breslau. Von dieser wurde er 1933 entlassen, worauf er nach Berlin zurückkehrte und sich vornehmlich mit Freskomalerei befasste. In den Folgejahren war Georg Muche am Institut für Malstoffkunde und in Krefeld als Leiter der Meisterklasse für Textilkunst tätig. Zwischen 1935 und 1973 entstanden die "Tafeln der Schuld" bestehend aus 29 Zeichnungen, die 1978 auf  Burg Querfurt ausgestellt wurden. Auch als Architekt machte sich Georg Muche einen Namen. Er entwarf das bekannte Musterhaus des Bauhauses Weimar und das Stahlhaus in Dessau-Törten. Seine Verdienste brachten ihm 1979 die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Architektur Weimar ein. Seine Heimatstadt Querfurt gedachte ihm durch eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Professor- Voigt- Straße 6 und zum Jubiläum des Bauhausjahres (2019) mit der Benennung einer Straße.

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