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Konrad III. von Querfurt um 1150 - 1202

Kaiserberater, Reichskanzler, Bischof, Kreuzzügler und Heerführer, Mitbegründer des Deutschen Ordens – Konrad III. war sicher einer der einflussreichsten Politiker seiner Zeit. So verwundert es nicht, wenn das Urteil seiner Zeitgenossen über ihn gespalten ist. Den einen galt er als «Eiferer der Gerechtigkeit», den anderen als «schändliche Person». Konrad wurde um 1150 als zweiter Sohn des Burggrafen Burchard II. von Magdeburg und Mathilde von Gleichen geboren. Er erhielt eine geistliche Ausbildung in Hildesheim und wurde Domkanoniker in Magdeburg. 1188 bestellte ihn Kaiser Friedrich I., Barbarossa, zum Hofkaplan. Später wurde er Probst in Goslar, dann in Magdeburg und schließlich 1194 Bischof von Hildesheim. Ein Jahr darauf ernannte ihn Kaiser Heinrich VI. zum  Reichskanzler. In dieser Funktion bereitete er  dessen Kreuzzug vor, den er 1197 anführte.

 

Auf dem Weg in das Heilige Land krönte er als Stellvertreter des Kaisers, Almarich von Zypern zum König. Der Kreuzzug verlief anfänglich durch die Eroberung der Städte Sidon und Beirut erfolgreich. Doch unter dem Eindruck des plötzlichen Todes des Kaisers und des Herranrückens eines muslimischen Heeres musste die Belagerung der strategisch wichtigen Burg Toron aufgegeben werden und das Unternehmen löste sich auf. Im März 1198 nahm Konrad an der Gründung des Deutschen Ordens in Akkon teil. Ungefähr zur selben Zeit wurd er zum Bischof von Würzburg gewählt. Papst Innozenz III. verlangte daraufhin von Konrad die Abgabe der neuen Bischofswürde und warf ihm Ämterhäufung vor. Da Konrad sich weigerte, wurde er 1199 vom Papst exkommuniziert. Er leistete Abbitte und gab seine Stellung als Hildesheimer Bischof auf. Der Papst erteilte ihm schließlich die Absolution und bestätigte Konrad als Bischof von Würzburg. Konrad von Querfurt lässt die Würzburger Festung Marienberg ausbauen und gründete 1200 Karlstadt zur Verteidigung seines Territoriums. In Würzburg überwarf er sich mit den örtlichen Ministerialen und wird in Folge der Auseinandersetzung am 3. Dezember 1202 ermordet.

 

 

Weiterführende Informationen zu Konrad von Querfurt finden Sie bei:

 

Enno Bünz, Ein Reichsbischof der Stauferzeit. Konrad von Querfurt (1194-1202). In: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 66, Würzburg 2004,  293-311.

 

Andreas Nette, Konrad von Querfurt und der Kreuzzug Heinrich VI. In: Querfurter Heimatblätter 7, Querfurt 2010, 12 - 24.

 

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