Es ist geschafft! - Schwimmunterricht unserer Grundschulen findet weiter im Querfurter Stadtbad statt!
Seit Mitte Februar beschäftigte die städtische Verwaltung und die Schulleitungen die Thematik der Organisation des Schwimmunterrichts. Zu dessen Regelung erfolgte für das Land Sachsen-Anhalt hierzu die Anpassung und Erneuerung des bisherigen Runderlasses.
Die bisherige individuelle Regelung und über Jahrzehnte erfolgreich gelebte Praxis, den Schwimmunterricht im Stadtbad stattfinden zu lassen, sollte damit unwirksam werden.
Darin ist u. a. vorgesehen, dass der Schwimmunterricht für die Drittklässler über das kommende Schuljahr verteilt in einem Schwimmzentrum erfolgen soll. Dies würde bedeuten, dass die Schulkinder hierzu eine Schwimmhalle, welche als Schwimmzentrum ausgewiesen ist, in der Querfurter Umgebung nutzen müssten, was für die Kinder und pädagogisches Personal eine zusätzliche Belastung aufgrund des Fahrtweges (Bustransfer) einmal in der Woche für eine Stunde Schwimmunterricht mit sich gebracht hätte. Weiterhin entstünden für die Stadt Querfurt als Schulträger zusätzliche Kosten für den Bustransfer und die Schwimmbeckenmiete, was die ohnehin schon angespannte Haushaltssituation der Stadt weiter unnötig verschärft hätte. Dies ist vor allem dahingehend schwer nachzuvollziehen, wenn man bedenkt, dass die Stadt Querfurt selbst Träger des Stadtbades ist und hier bisher der Schwimmunterricht für beide Schulen reibungslos organisiert und erfolgreich durchgeführt wurde.
Um dies weiterhin so gestalten zu können, wurden seitens des Bürgermeisters Andreas Nette gemeinsam mit den Schulleiterinnen viele Anstrengungen unternommen. So wurde durch die Verwaltung bereits im Februar 2026, noch vor der eigentlichen Bekanntmachung des Runderlasses am 01.04.2026, Ausnahmeanträge sowohl für die Grundschule „Philipp Müller“ Querfurt als auch für die Grundschule Schmon an das zuständige Landesschulamt gestellt. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und die speziellen örtlichen Gegebenheiten in Querfurt klar darzustellen, wandte sich der Bürgermeister zeitgleich an den Bildungsminister Herrn Riedel sowie an die für Querfurt zuständige Landtagsabgeordnete Eva Feußner, um Unterstützung in dieser Sache zu erhalten.
Thematisiert und erörtert wurde die Durchführung des Schwimmunterrichts auch in den Gesamtkonferenzen der jeweiligen Grundschule. Eltern und Lehrerschaft sprachen sich klar für die Durchführung im Stadtbad Querfurt aus. Nach einstimmiger Beschlussfassung durch diese Gremien wurden durch die Schulleitungen in enger Abstimmung mit der Verwaltung zusätzliche Ausnahmeanträge eingereicht. Im Rahmen von deren Prüfung, durch die zuständige schulfachliche Referentin beim Landschulamt, wurden die Schulleiterinnen aufgefordert, notwendige Nachweise (u. a. Rettungsschwimmer, Lehrbefähigung etc.) sowie einen detaillierten Organisationsplan zur Durchführung des Schwimmunterrichts im Stadtbad Querfurt in Form des Blockunterrichts beim Landesschulamt einzureichen.
Ende gut – alles gut! Am 03.07.2026, pünktlich vor Ferienbeginn erhielten die Grundschulen und die Verwaltung die Nachricht vom positiven Bescheid seitens der zuständigen Behörde.
Ertrinken gehört zu den häufigsten unfallbedingten Todesursachen, wie erst kürzlich veröffentlichte Statistiken bestätigt haben. Der Schwimmunterricht stellt sicher, dass jedes Kind Schwimmen lernt – unabhängig vom Geldbeutel oder der Herkunft der Eltern. „Es war und ist mir unverständlich, warum der neue Erlass nicht berücksichtigt, dass die Kommunen immer weniger Geld haben, um die zusätzlichen Kosten, die dieser Erlass verursacht, zu stemmen“, so Eva Feußner. „Bürgerinnen und Bürger baten darum, mich für eine Lösung im Sinne der Kinder und Schulen einzusetzen. Dies habe ich gemeinsam mit dem Bürgermeister Herrn Nette und anderen Beteiligten getan und freue mich über das flexible Resultat, welches die Stadt Querfurt gemeinsam mit den Schulen und Eltern gefunden hat. Auch in anderen Kommunen kann dieses Beispiel eine Möglichkeit bieten“, ergänzte die Abgeordnete.
Bürgermeister Andreas Nette dankt allen beteiligten Akteuren und Unterstützern, insbesondere der Landtagsabgeordneten Eva Feußner, die sich im Interesse unserer Schulkinder eingesetzt und damit zu einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Lösung beigetragen haben.
















































