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Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Querfurt

Mit rund 60 % des Endenergieverbrauchs stellt der Wärmesektor den größten Hebel für die Energiewende dar. Daher hat sich die Stadt Querfurt zum Ziel gesetzt, ihre Wärmeversorgung nachhaltiger und effizienter zu gestalten. In Zusammenarbeit mit den Planungsbüro Tilia GmbH aus Leipzig wird nun eine umfassende kommunale Wärmeplanung erstellt.


Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung wurden bis zum Herbst 2025 unter anderem die aktuellen Wärmebedarfe und -ressourcen in Querfurt, einschließlich aller Ortsteile erfasst und bewertet. Das Projekt beinhaltet außerdem die Prüfung verschiedener Technologien und Lösungen zur Optimierung der Wärmeversorgung, mit Fokus auf erneuerbare Energien und die Senkung des Energieverbrauchs. Die Ergebnisse dieser Planung sollen Empfehlungen für Maßnahmen liefern, die darauf abzielen, die Wärmeversorgung unabhängiger, nachhaltiger und kosteneffizienter zu gestalten. Weiterhin soll die Wärmeplanung eine Informationsquelle für Bürgerinnen und Bürger sein, um zum Beispiel abschätzen zu können, in welchen Gebieten zukünftig der Anschluss an ein Wärmenetz wahrscheinlich ist. Damit erhalten auch Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer mehr Planbarkeit. Ein weiterer Aspekt ist die Standortattraktivität für Gewerbe und Industrie, die mit dem Ausbau der erneuerbaren Energie ansteigt.
 

Die Bürgerinnen und Bürger von Querfurt sowie weitere Akteure werden regelmäßig über den Stand der kommunalen Wärmeplanung informiert und aktiv in den Planungsprozess einbezogen.

 

Im Rahmen dessen wurde der Ist-Zustand der derzeitigen Wärmebedarfe in einer Bestandsanalyse festgehalten, welche am 30.04.2025 durch die Tilia GmbH vorgestellt wurde. Anwesend waren hierbei neben dem Bürgermeister und Mitarbeitern des Bauamts auch verschiedene Akteure aus dem Wohnungsbau- und Energiesektor.

 

Im weiteren Verlauf stellte die Tilia GmbH am 10.07.2025 die Potenzialanlayse, bei der untersucht wurde wie der Wärmebedarf der Stadt Querfurt durch fossilfreie Technologien gedeckt werden kann, vor. Dabei wurden Optionen wie Geothermie, Biomasse, Abwärme, Solarthermie sowie Maßnahmen zur Senkung des Wärmebedarfs durch Gebäudesanierungen geprüft. Ziel war es, zunächst die technisch umsetzbaren Potenziale zu ermitteln. Dies ermöglichte, die anfangs ergebnisoffene Analyse einzugrenzen und ungeeignete Technologien für die weitere Analyse auszuschließen oder aus dem Fokus zu nehmen. Für die geeigneten Technologien folgte anschließend die Prüfung der Umsetzbarkeit, um ihre tatsächlich realisierbaren Potenziale zu bestimmen.

 

Im Ergebnis des Planungsprozesses, der u.a. eine Informationsveranstaltung am 04. November 2025 zum Stand der kommunalen Wärmeplanung und die öffentliche Auslegung des Planentwurfes beinhaltete, liegt nun der Endbericht in der Fassung vom Dezember 2025 vor.
 

Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen die unter 034771-60166 gerne zur Verfügung. 
 

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