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Hans Schomburgk 1880 - 1967

Naturforscher, Entdecker und Abenteurer, Hans Hermann Schomburgks Leben würde sich für eine Kinoproduktion eignen. Der in Hamburg geborene Sohn eines Architekten wurde mit 19 Jahren von seinen Eltern auf eine südafrikanische Farm geschickt. Nachdem die dortige Anstellung nicht zu Stande kam, schloss er sich der englischen Natal-Polizei an und kämpfte im Burenkrieg und Girqua-Aufstand. Seine erste eigene Forschungsreise unternahm er 1906, auf welcher er den Schikande-Fluss und den Sengwe-See in Südangola entdeckte. Seine Verdienste für die Geographie brachten ihm den Rang eines Majors des geographischen Stabes der Republik Liberia ein. In dieser Funktion fertigte er die erste Karte von West-Liberia an. Hierbei entdeckte er den Bomi-Hügel, dessen Eisenerzvorkommen die reichsten in ganz Afrika waren.

 


1909 brachte Schomburgk den ersten ostafrikanischen Elefanten und drei Jahre später das erste Zwergflusspferd nach Europa. Seine Reisen führten ihn quer durch Afrika. Hierbei entdeckte er zahlreiche Tierarten. Darunter auch die Fliege, durch welche die Schlafkrankheit übertragen wird. Ebenso wie für die Zoologie sind auch Hans Schomburgks Verdienste für die Ethnologie zu nennen. So wurde er 1913 beauftragt eine Filmexpedition zu den Golastämmen in Liberia zu unternehmen. Bei diesen genoss er großes Ansehen und erhielt den Titel eines "Bwakukama" (Lord Elefant). Der auf seiner zweiten Expedition in Liberia entstandene Film wurde 1926 in ganz Deutschland gezeigt. Zur Nazizeit schloss er sich dem Widerstand in der französischen Sahara an. Seine Filme und Bücher wurden zensiert oder verboten. Nach dem Krieg war er vornehmlich als Schriftsteller tätig und drehte weitere Filme in Afrika, darunter Werke wie "Der kleine Jumbo", "Pulsschlag der Wildnis" oder "Mein Abschied von Afrika". Seine Verdienste für die Wissenschaft fanden vielfach Würdigung. Im Jahr 1956 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.


Hans Schomburgks Familie stammte aus Querfurt. Verwandte lassen sich bis in das 17. Jahrhundert nachweisen. Diese bekleideten öffentliche Ämter wie Ratsherren oder Bürgermeister. Das Haus der Familie befindet sich in der Nebraer Straße. Hans Schomburgk besuchte mehrfach Querfurt als Stadt seiner "Ahnen und Väter", wie er im Gästebuch des Goldenen Sterns vermerkte. In den 50er Jahren stiftete er zahlreiche auf seinen Expeditionen gesammelten Gegenstände als Exponate dem Museum Burg Querfurt. Hierfür wurde ihm im Jahr 1959 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Querfurt zu teil.

 

Bereits seit 1991 trägt eine Wohnsiedlung im Querfurter Norden seinen Namen.

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