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Karl Oskar Richard Jaeckel (1879 - 1958)

Im Alter von 25 Jahren kam Richard Jaeckel 1904 nach Querfurt. „Ein Leben für Querfurt“ betitelt der Altertums- u. Verkehrsverein Querfurt u. Umgebung e. V. seine Gedenktafel am Familiengrab auf dem Querfurter Friedhof und das aus gutem Grund. Seine Wahlheimat bedeutete ihm sehr viel. Sein Herz hing an Querfurt und die Stadtgeschichte war sein Hobby.

Als Sohn eines Briefträgers in Torgau am 03. Februar 1879 geboren, erlernte er den Beruf eines Buchdruckermeisters und mit dem nötigen unternehmerischen Geist ausgestattet, eröffnete er in der Merseburger Straße eine recht florierende „Handlung für Buch-, Papier- und Galanteriewaren“. Richard Jaeckel erkannte schnell den Bedarf an lokalen farbigen Ansichtskarten, ob als Foto oder als Lithografie und er begann sofort mit der Herausgabe solcher mit Motiven aus Querfurt und Umgebung. Aber nicht nur damit ließ sich Geld verdienen. Er war auch Buchdrucker und Verleger. Zum Nutzen der Querfurter gab er dann in der Folge viele interessante Bücher und Hefte heraus, die sich mit der Geschichte der Burg oder der Stadt Querfurt beschäftigten. Jaeckel hatte damit wesentlich mit dazu beigetragen, dass Querfurt weithin bekannt wurde und sich namhafte Historiker mit Querfurt beschäftigten.

Noch heute profitiert Querfurt von seinen Ansichtskarten und seiner veröffentlichten Literatur. Als historisch sehr interessierter Mensch setzte er sich fortan für den Erhalt historischer Baudenkmäler und archäologischer Funde ein und so ist es nur naheliegend, dass er mit Gleichgesinnten bereits am 25. August 1910 den Altertums- und Heimatverein des Kreises Querfurt gründete und diesen dann nach einer aktiven Zeit als Vorstandsmitglied bis zu seiner Auflösung als Vorsitzender leitete.

Ihm gelang es, ein bedeutendes Netzwerk aufzubauen und Menschen für die Querfurter Geschichte zu begeistern. Und es ist allein seiner persönlichen Initiative zu verdanken, dass am 27. März 1911 im Fürstenhaus der Burg Querfurt ein Kreismuseum eröffnet wurde, dem er fortan als Museumsdirektor vorstand. Am 19. Juli 1920 zog das Museum in die Nord-Ost-Bastion um, wo trotz der Platzfreiheit die Bedingungen sehr schlecht waren. Dank seiner rastlosen Spendensammlungen war es dann möglich, die Räumlichkeiten für ein Museum herzurichten und am 08. August 1933 wurde das „neue“ Museum der Öffentlichkeit übergeben. Die dort gezeigten Exponate waren einzigartig und befinden sich heute teilweise im Burgmuseum.

Mit dem Umzug seines Ladengeschäftes zum Roßplatz schuf er bessere räumliche Verhältnisse für seinen Heimatverlag. Dort erschienen z.B. „Sagen und Geschichten der Heimat“ und auch „Querfurter Geschichtsdenkmäler“, eine Sammlung älterer Schriften zur Geschichte Querfurts.

Jaeckel war der Herausgeber des jährlich erscheinenden „Heimatkalenders für den Kreis Querfurt“ sowie Mitglied der „Johannes Schlaf Gesellschaft“. Er verehrte diesen deutschen Dramatiker aus Querfurt, mit dem ihm auch eine feste persönliche Freundschaft verband, sehr. Im Übrigen gingen auch die Gründung der Baugenossenschaft „Eigenheim“ sowie des Querfurter Schrebergartenvereins auf seine Initiative zurück.

Am 19.09.1958 im Alter von 79 Jahren starb Richard Jaeckel. Sein Vermächtnis und seine Verdienste um die Geschichte Querfurts haben Anspruch für folgende Generationen in Erinnerung gehalten zu werden. Seine Grabstelle, die sich im nordwestlichen Teil des Friedhofs in Querfurt befindet, wird vom Altertums- und Verkehrsverein gepflegt. Außerdem hat man in Querfurt eine Straße nach ihm benannt.

Quelle: Altertums- und Verkehrsverein Querfurt und Umgebung e.V.

 

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